Scheune in Vollbrand in Roeser

Scheune in Vollbrand in Roeser

Am Samstag, den 23. September gegen 18:35 wurde Großalarm mit der Meldung „Alerte Générale Feier B2“ für unsere Wehr ausgelöst und aus Hesperingen wurde zusätzlich ein LF angefordert.

Die Meldung verlautete, dass eine Scheune eines Landwirtschaftbetriebes in Roeser brennen sollte. Schon auf dem Anfahrtsweg konnte man eine massive schwarze Rauchwolke erkennen. Nachdem der HLF 2.1 der FF Roeser am Einsatzort ankam und der Sektionschef seine Erkundung abgeschlossen hatte stellt er fest, dass die Scheune von +/- 500m2 in Vollbrand stand, sodass die Alarmstufe auf B3 erhöht wurde und zusätzlich weitere Einsatzkräfte aus Bettemburg und Hesperingen angefordert wurden.

In einer ersten Phase unterstützten wir den Bauer, indem wir ihm halfen sämtliche Tiere die sich noch im Stall befanden in Sicherheit zu bringen. Danach wurde ein erster Angriff von außen wie ein Angriff über die Drehleiter vorbereitet. Durch die massive Brandlast und Einsturzgefahr des Gebäudes wurde kein Innenangriff vorgenommen. Um genug Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurden des Weiteren die Wehren Frisingen und Aspelt angefordert. Deren Mission bestand darin die Wasserversorgung von der Alzette bis zum Einsatzort sicherzustellen. Zusammen mit den Kollegen aus Hesperingen und Bettemburg wurde versucht mittels zwei Drehleitern und fünf Außenangriffen den Brand zu löschen. Um die bestmögliche Koordination des Einsatzes gewährleisten zu können wurde ebenfalls der ELW aus Düdelingen angefordert.

Durch die massive Hitze ist das Blechdach in sich zusammengefallen, weshalb es uns danach fast unmöglich war an verschiedene Brandherde heranzukommen und abzulöschen. In Absprache mit einem Statiker wurde das Gebäude begutachtet und die entsprechenden einsturzgefährdeten Bereiche gesperrt.

Ein spezieller Bagger musste bestellt werden um das Gebäude leerräumen zu können. Der besagte Bagger wurde am Sonntagabend geliefert und fing sofort mit dem Leerräumen der Lagerhalle an. Der gesamte Inhalt, über 1000m3 bestehend aus Heu, Stroh und Holz, mussten entfernt werden um auf einem Feld nebenan abgelöscht zu werden. Das Ablöschen war nötig um die Geruchsbelästigung so gering wie möglich zu halten, da sich neben dem Feld die Kindertagesstätte der Gemeinde Roeser befindet. Die Ausräumarbeiten dauerten bis Montagabend an.

Seit Anfang des Einsatzes waren während 48 Stunden, auch nachts, immer zwischen 6 und 16 Leute vor Ort um das Feuer unter Kontrolle zu halten und um Nachlöscharbeiten durchführen zu können. Ohne Unterstützung der Nachbarwehren wäre dies nicht möglich gewesen.

Auf diesem Weg möchten wir allen Einsatzkräften unseren herzlichsten Dank aussprechen, auch denen die uns auf die eine oder andere Art und Weise geholfen haben und denen die sich um die Verpflegung während den 48 Stunden gekümmert haben.

 

Am Einsatzort weilten:

 

FF Roeserbann mit 32 Einsatzkräften

FF Hesperingen mit 21 Einsatzkräften

FF Bettemburg mit 9 Einsatzkräften und einem RTW mit 3 Einsatzkräften

FF Frisingen mit 5 Einsatzkräften

FF Aspelt mit 6 Einsatzkräften

FF Düdelingen mit 3 Einsatzkräften

Groupe d’intervention Vétérinaire mit 1 Einsatzkraft

Der Regionalinspektor Süd

Bürgermeister und Schöffen

Firma Entrapaulus